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Die Labrys, eine Axt mit zwei Schneiden, symbolisierte
die Amazonen und ihre Göttin, die in der Antike unter mehreren
Namen auftrat: Artemis, Gaia, Rhea, Demeter. Vielleicht war dieses
Objekt ursprünglich ein Schlachtbeil, später wurde es
jedoch in Kreta und in Delphi, dem ältesten griechischen
Heiligtum der Göttin, zum zeremoniellen Zepter. Ihre Priesterinnen
erwarben den Namen labryadai ("Axt-Trägerinnen").
Die Labrys wurde zum Attribut der kretischen Könige im Labyrinth
(dem Haus der Doppelaxt). Wahrscheinlich wurde sie zur rituellen
Schlachtung der heilligen Stiere verwendet.
Die Labrys erscheint auch in Indien, und zwar in
den Händen des Gottes Shiva. Der ägyptische Gott Ptah
wie auch eine Gottheit der Mayas - Gott der Axt genannt - wurden
ebenfalls durch eine Axt dargestellt. Tantrische Buddhisten erklärten,
daß die Götter Äxte gegen Ungläubige verwenden.
In der Bretagne mauerte man Steinäxte in Kamine ein: man
glaubte, daß sie den Blitz ablenken würden, über
den die heidnischen Götter verfügten. Dahinter steht
wahrscheinlich die Überzeugung, daß die Götter
des Blitzes besänftigt werden, wenn sie sehen, daß
ihre alten Symbole noch immer in Gebrauch sind.
In jüngster Zeit taucht die Erinnerung an die
Amazonen und ihre Doppelaxt wieder auf, und deshalb wurde sie
von lesbischen Frauen als Emblem gewählt.
Quelle: B.C.Walker: "Die geheimen Symbole der
Frauen"
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